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Endspurt

wird SAS krank?

sunny -10 °C

Die Weihnachtsfeier und das Pølsefest (Würstchenfest) habe ich überstanden. Die Weihnachtsfeier war echt schnieke und das Essen war gut. Mit der Musik bin ich nicht so ganz Freund geworden, weil von ABBA bis Ricky Martin alles außer Weihnachtsmusik gespielt wurde. Den DJ könnte man das nächste Mal wechseln. Die Feier fand im Westen der Stadt statt, wo ich über ne Stunde hin gebraucht hätte. Auf dem Hinweg hab ich glücklicherweise eine Kollegin getroffen. Wir sind zusammen im Taxi hingefahren und so hatte ich schon gar keine Probleme das zu finden. Auf dem Rückweg bin ich auch mitgenommen worden und konnte auf der Fahrt erfahren, wie gut die Schweden drauf sind, wenn sie getrunken haben. Ich hab aber nicht viel getrunken, weil ich anfangs alles probieren ‚sollte’. Also, vom Bier über den Wein zum Akevit und wieder zurück zum Bier. Das hat sehr schnell ‚satt’ gemacht.
Gestern wurde weitergefeiert. Es wurden am Nachmittag Tische auf den Gang gestellt, zwei große Töpfe aus der Kantine besorgt, die Kühlschränke voll mit Würstchen gestopft und das Bier kalt gestellt. Nach der Arbeit brauchen wir nur noch auf unseren Stühlen rausrollen an den Tisch. Norweger essen die Würste nicht nur im Weckle, sondern auch in Fladen. Das sieht sehr interessant aus, lässt sich aber einfacher essen! Den Abend durch wurden alte Filme gezeigt und auch den einen von der Weihnachtsfeier über unsere Staffelmannschaft am Holmenkollenrennen. Es gibt hier eigentlich kaum eine Woche, wo ich im Geschäft nicht überrascht werde. Am Pølsefest habe ich auch das erste Mal das norwegische Pendant zu Glüchwein getrunken: gløgg. Da ist kein Alkohol mehr drin, aber ursprünglich sollte es wohl mal so gewesen sein. Ich ziehe Glühwein dann doch vor. Da hängen einem nicht so viele Nüsse zwischen den Zähnen.
Es gibt aber auch Schattenseiten des Jobs: Die heißen Termindruck. Deshalb durfte ich am Montag bis 19 Uhr im Geschäft sein und hab deshalb meine Kali-Prüfung verpasst. Naja, musste halt sein.
Hoffentlich bleibt nur am Samstag alles klar. SAS versucht gerade ein paar Teile auszugliedern (das kennen wir doch von der Telekom) und jetzt werden die Arbeiter auf einmal krank. Sie streiken zum Glück nicht, nein, sie werden nur krank. So… alle auf einmal. Hoffentlich bekommen die ihre Krankheit ‚geregelt’, damit ich am Samstag in Richtung Frankfurt jetten kann. Zum Glück streikt die Bahn nicht mehr. Dann komm ich auf jeden Fall am Sonntag in Säckingen an.

Posted by stef_d 10:53 AM Archived in Norway

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