Oslo, Osterwoche
Hauptstadt ist verlassen
19.03.2008
0 °C
Das ist jetzt echt kein Witz. Montag früh hatte ich wieder dieses „Wann war nochmal die Evakuierung?“-Gefühl. Und wieder kein Mustang zur Hand, Mist. Die T-Bane, Trikk und Busse fahren nicht mehr so oft, die Geschäfte schließen früher, es sind so gut wie keine Autos mehr unterwegs, im Geschäft sind die Hälfte der Büros leer und die Zeitung ist nicht mehr so voll. Norwegen hat kein Sommerloch (obwohl es wohl im Sommer ähnlich schlimm wird), Norwegen hat auch ein Osterloch. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, dass wir Gründonnerstag auch frei haben. Die meisten Norweger nutzen das verlängerte Wochenende, indem sie zu ihren Hütten in die Wildnis fahren. Dort wird man jetzt wohl nicht mehr von unberührter Natur sprechen können. Gut, hier auch nicht, aber hier ist es auf jeden Fall ruhig. Man sollte allerdings nicht noch ein paar Kleinigkeiten am Mittwochabend einkaufen gehen. Hamsterkäufe sind auch in Norwegen beliebt. Der Supermarkt war heute bevölkerterer (?!) als die Straßen drumrum. Einige Norweger bekommen schon schwitzige Hände, wenn sie am Samstag vor 18 Uhr ihr Bier kaufen müssen. Wie fühlen die sich jetzt bei zwei freien Tagen?
Meine Planung für das lange Osterwochenende sieht nicht sehr umwerfend aus: Lesen, Computer ausmisten, Kino und vielleicht noch Langlaufen gehen. Ein kurzer Urlaub in Norwegen – in einer verlassenen Stadt.







