A Travellerspoint blog

Oct 2007

Tag 14 (Sonntag, 7. Oktober 2007

Schöne Sonntag in Oslo sind besser als verregnete

sunny

Zu heute kann ich nicht viel schreiben. Das Wetter war heute sagenhaft! Ich war in meinem Viertel spazieren gehen, habe eine Trikk-Station weiter einen tollen Park entdeckt und ich habe auch viel gelesen. Am Nachmittag bin ich in den Vigelandsparken, wo ich auch noch gelesen und die Touristen beobachtet habe. Bei schönem Wetter ist ganz Oslo auf den Beinen. Leider wird es zurzeit um 17 Uhr schon schattig, weil die Sonne schon so tief steht, und um 20 Uhr haben wir völlig dunkel.
Hey… Tag 14! Zwei Wochen Norwegen. Ich hab ne Wohnung, nen Job und alles andere ist beantragt. Ich sprech zwar noch kein Wort Norwegisch, aber ansonsten eine gute Bilanz. Heute ist mir auch noch aufgefallen, dass der Informationsfluss in Montréal um einiges besser war. Unter uns internationalen Studenten, speziell unter den deutschen und französischen, hatten wir so ein gutes Informationsnetzwerk, dass ich nach zwei Wochen Montréal schon weit mehr wusste, als ich jetzt hier über Oslo weiß. Damals hat auch die Concordia International Students Association viel geholfen. Was die damals geleistet haben, wird mir erst jetzt so richtig klar. Zum Knüpfen irgendwelcher Kontakte bin ich bis jetzt auch noch gar nicht gekommen. Es gab bis jetzt eben noch wichtigeres.

Posted by stef_d 10:11 AM Archived in Norway Comments (0)

Tag 13 (Samstag, 6. Oktober 2007)

Shopping!

sunny

Nach einem fehlgeschlagenen Versuch auszuschlafen, bin ich gegen 8 Uhr auf meiner improvisierten Matratze aus den jeweils zwei Sitz- und Rückenkissen des Sofas gelegen und habe ne zeitlang gelesen. Heute stand ein Besuch des IKEAs auf dem Plan und sonst nichts.
Nach einem guten Frühstück – ich habe mir einfach mal Besteck gekauft und kann jetzt auch etwas aufs Brot schmieren – ging es mit zwei Bussen direkt vor die Eingangstüre des IKEA. Und das mit öffentlichen Verkehrsmitteln! Fragt sich nur, wie man die Schrankwand nach Hause bekommt. Es sollte ja nur eine erste Sondierung sein, was es denn an Möglichkeiten bezogen auf Regalen, kleinen Schränken und Betten gab. Mehr nicht. Nach fast zwei Stunden war ich auch schon wieder raus mit Katalog und Infomaterial unter dem Arm.
Der nächste Abstecher ging zu einem großen Einkaufszentrum, das sich nach der ersten Erkundung als ein Zusammenschluss mehrerer Baumärkten, Möbelmärkten und Sportgeschäften herausstellte. Nicht weit vom IKEA weg und auch mit dem gleichen Bus zu erreichen. Immer gut zu wissen, sollte ich hier renovieren möchten. In einem der Sportgeschäfte wurde eine Luftmatratze von mir erjagt und mitgenommen. Die Nächte müssen unbedingt besser werden. Oder liegt meine Müdigkeit am Kaffeeentzug? Der verspannte Rücken auf jeden Fall nicht.
Tja, dann war der Tag auch schon fertig geplant gewesen. Bei dem schönen Wetter war es fast eine Schande, dass ich den ganzen Tag in den Kaufhäusern verbrachte. Deshalb habe ich am Nachmittag eine kleine Bootstour mit der Nummer 92 (auch öffentliche Verkehrsmittel) zu den Inseln Hovedøya, Lindøya und Nakholmen unternommen. Neben mir war auch eine Gruppe internationaler Studenten an Bord, die ebenso fleißig Bilder geschossen haben wie ich. Ich fühlte mich grad an die Zeit in Montréal erinnert. Schön war’s dort und ich vermisse die Zeit. Auf dem Weg zurück kam ich an der HMS Lancaster vorbei, die im Hafen von Oslo angelegt hatte. Fotos davon habe ich keine, weil ich mich das auf die paar Meter Distanz nicht getraut hatte. Wer weiß, wie die mit interessierte Touristen umgehen?!
Beendet habe ich den Tag mit einem Rundgang durch das Oslo City, ein Einkaufszentrum direkt am Bahnhof. Es blieb bei einem kurzen Rundgang, nachdem ich gesehen habe, dass es sich über 6 Stockwerke erstreckt. Ich hätte mich auch gerne noch irgendwo reingesetzt, was gegessen oder getrunken. Aber auf diese Preise bin ich dann doch noch nicht so eingeschossen, dass ich sie zahle, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Posted by stef_d 10:10 AM Archived in Norway Comments (2)

Tag 12 (Freitag, 5. Oktober 2007)

Und schon wieder Freitag!

sunny

Etwas wirklich Interessantes war heute nicht geschehen. Die Fliesen entpuppten sich als Gummivierecke, die selbstklebend an die Wand gepappt wurden. Das Marmormuster ist nicht mal durchgängig, aber es sieht nicht so übel aus. Ich hab eh vor, in diese hellblau-weiß-silberne Wohnung noch ein bisschen Farbe und wärme zu bekommen.
Das Geschäft habe ich erst nach 21 Uhr verlassen, weil ich das Internet noch genutzt und mit daheim telefoniert habe. Was sich alles an Emails über eine Woche ansammelt!

Posted by stef_d 10:09 AM Archived in Norway Comments (0)

Tag 11 (Donnerstag, 4. Oktober 2007)

Polizei und andere Besuche

overcast

Dieses Mal habe ich nicht verschlafen und stand pünktlich um 8 Uhr in der Schlange vor der Polizei. Die Personen in der Schlange waren bunt gemischt. Im Wartebereich las ich, dass man in dieser Station unter anderem auch die Staatsbürgerschaft und Asyl beantragen kann. Statt den vorhergesagten 5 Stunden habe ich nur 2 Stunden gebraucht. Es ging alles sehr schnell. Bis in 4 Wochen dürfte ich die Papiere in der Post haben. Ich konnte also weder mein Buch zu Ende lesen, noch Norwegisch lernen.
Aus dem Einbau des neuen Fensters ist nur ein 5-Minuten-Fenstervermessen geworden. Das eigentliche Fenster wird „in a couple of weeks“ kommen. Na super. Und deswegen bin ich schon so früh nach Hause gegangen?
Dann gab es zum Glück noch etwas Gutes: Mein Vermieter kam. Ich hab jetzt auch rausbekommen, was er „installieren“ möchte. Er möchte an die Küchenzeile Fliesen anbringen! Morgen bringt er sie an (ich dachte immer, fliesen geht länger – oder ist es so ne Billigrolle?). Das ist schon besser, wenn ich einfach nur die Fliesen putzen muss und die Wand nicht versifft wird. Der Vermieter selbst ist echt in Ordnung, versteht Spaß und möchte, dass ich mich hier wohl fühle. Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass man schon froh sein darf, bei seinem Vermieter zu wohnen. Hier ist es wohl anders. Es kostet auch dementsprechend. Er hat meine zwei Barhocker und die überhübschen Kissen mitgenommen, weil ich sie eh nicht brauche. Und er gab mir die URL zu einer Webseite, wo ich Rabatt-Scheine für die Läden in meiner Gegend ausdrucken kann. Das wusste ich noch gar nicht. Und es gilt nur für die Bewohner dieser Hochhaussiedlung bei Carl Berners Plass. Man scheint auch richtig guten Rabatt zu bekommen. Noch etwas, das ich mir auf meine „Zu-erledigen“-Liste schreiben kann, neben Händi-Anbieter, Internet-Anbieter, IKEA und Banken. So verplane ich nämlich das Wochenende. Vielleicht ist sogar schlechtes Wetter, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich drinnen am Computer sitze.

Posted by stef_d 9:08 AM Archived in Norway Comments (0)

Tag 10 (Mittwoch, 3. Oktober 2007)

Europa-Park, bitte einmal in Groß zum Auswandern!

sunny

Verschlafen! Das war’s dann mit der Polizei für heute! Dann muss ich doch morgen hingehen. So ein Mist. Dann doch noch schnell ins Geschäft gehetzt und bis spät gearbeitet. Seltsamerweise war ich zur gleichen Zeit im Büro wie gestern, wo ich um 6 Uhr aufgestanden bin (okay, ich habe dieses Mal jedoch die richtige T-Bane genommen).
Neben meinen Trainings habe ich noch die Fensterbauer am Telefon gehabt, die mir in meiner Wohnung ein Fenster auswechseln. Die arbeiten nur bis 16 Uhr! Wie soll ein normal arbeitender Mensch vor 16 Uhr zuhause sein?! Die kommen also morgen. Bin ich morgen überhaupt im Geschäft? 4 Stunden bei der Polizei anstehen, dann kurz ins Geschäft und 15:30 schon wieder abdüsen. Ein Hin und Her in den ersten Tagen.
Heute Abend ist mir wieder aufgefallen, dass mich Oslo doch sehr an den Europa-Park erinnert. Oder anders gesagt: Der Skandinavische Thementeil des Europa-Parks trifft Oslo ganz gut. Die Häuschen sind in roten, gelben oder auch blauen Farben gestrichen mit weißen Ecken und Fensterrahmen. Durch das T-Bane- und Trikk-System fühlt man sich wie auf einer der Bahnen im Europa-Park. Dass hier die Tunnel nicht verkleidet sind, verstärkt den Eindruck noch. In Deutschland sind die Tunnel ja verkleidet mit Notausgängen, Notbeleuchtung, usw. Hier sieht man den blanken Fels, wenn man in der Dunkelheit überhaupt etwas sieht. Man kommt sich fast vor, wie wenn man unter Tage fährt. In Rust strengen sie sich an, dass es wie Fels aussieht, hier ist es schon einer.
Beim Einkaufen habe ich es wieder gemerkt: Ich muss dringend Norwegisch lernen. Als Tourist hat man in Oslos Altstadt keine Probleme mit Englisch, aber sobald man im normalen Supermarkt etwas vom Touristenzentrum entfernt einkauft, wird man komisch angeschaut. Es ist ja auch nicht wie in Asien, wo du als Ausländer gleich erkannt wirst. Und es ist auch nicht so wie in Montréal, dass ich wenigstens ein paar Brocken Québecois verstehe. Jedes Kindergartenkind hier versteht mehr Norwegisch als ich. Jetzt weiß ich wenigstens, was ich am Wochenende neben der Planung des Umzugs noch tun kann. Langweilig wird mir hier bestimmt nicht. Achja, und morgen bei der Polizei habe ich ja auch viel Zeit.

Posted by stef_d 9:07 AM Archived in Norway Comments (0)

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