A Travellerspoint blog

Neues Bilder von meinem Zimmer

Halbwegs aufgeräumt

sunny -10 °C

Letztes Wochenende, irgendwo zwischen Weihnachtsfeier und Geschenke verpacken, habe ich mein Zimmer noch aufgeräumt, die letzten unnötigen Schachteln rausgeschmissen und für das Fahrrad einen Keller gefunden. So sieht es jetzt bei mir in etwas aus:

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Posted by stef_d 10:54 Archived in Norway Comments (0)

Endspurt

wird SAS krank?

sunny -10 °C

Die Weihnachtsfeier und das Pølsefest (Würstchenfest) habe ich überstanden. Die Weihnachtsfeier war echt schnieke und das Essen war gut. Mit der Musik bin ich nicht so ganz Freund geworden, weil von ABBA bis Ricky Martin alles außer Weihnachtsmusik gespielt wurde. Den DJ könnte man das nächste Mal wechseln. Die Feier fand im Westen der Stadt statt, wo ich über ne Stunde hin gebraucht hätte. Auf dem Hinweg hab ich glücklicherweise eine Kollegin getroffen. Wir sind zusammen im Taxi hingefahren und so hatte ich schon gar keine Probleme das zu finden. Auf dem Rückweg bin ich auch mitgenommen worden und konnte auf der Fahrt erfahren, wie gut die Schweden drauf sind, wenn sie getrunken haben. Ich hab aber nicht viel getrunken, weil ich anfangs alles probieren ‚sollte’. Also, vom Bier über den Wein zum Akevit und wieder zurück zum Bier. Das hat sehr schnell ‚satt’ gemacht.
Gestern wurde weitergefeiert. Es wurden am Nachmittag Tische auf den Gang gestellt, zwei große Töpfe aus der Kantine besorgt, die Kühlschränke voll mit Würstchen gestopft und das Bier kalt gestellt. Nach der Arbeit brauchen wir nur noch auf unseren Stühlen rausrollen an den Tisch. Norweger essen die Würste nicht nur im Weckle, sondern auch in Fladen. Das sieht sehr interessant aus, lässt sich aber einfacher essen! Den Abend durch wurden alte Filme gezeigt und auch den einen von der Weihnachtsfeier über unsere Staffelmannschaft am Holmenkollenrennen. Es gibt hier eigentlich kaum eine Woche, wo ich im Geschäft nicht überrascht werde. Am Pølsefest habe ich auch das erste Mal das norwegische Pendant zu Glüchwein getrunken: gløgg. Da ist kein Alkohol mehr drin, aber ursprünglich sollte es wohl mal so gewesen sein. Ich ziehe Glühwein dann doch vor. Da hängen einem nicht so viele Nüsse zwischen den Zähnen.
Es gibt aber auch Schattenseiten des Jobs: Die heißen Termindruck. Deshalb durfte ich am Montag bis 19 Uhr im Geschäft sein und hab deshalb meine Kali-Prüfung verpasst. Naja, musste halt sein.
Hoffentlich bleibt nur am Samstag alles klar. SAS versucht gerade ein paar Teile auszugliedern (das kennen wir doch von der Telekom) und jetzt werden die Arbeiter auf einmal krank. Sie streiken zum Glück nicht, nein, sie werden nur krank. So… alle auf einmal. Hoffentlich bekommen die ihre Krankheit ‚geregelt’, damit ich am Samstag in Richtung Frankfurt jetten kann. Zum Glück streikt die Bahn nicht mehr. Dann komm ich auf jeden Fall am Sonntag in Säckingen an.

Posted by stef_d 10:53 Archived in Norway Comments (0)

Weichnachten minus 1 Woche

Julebord, Julemarked, Juletre und Lutefisk

sunny -10 °C

Langsam bin ich echt schon froh, wenn ich einmal die Woche zum Schreiben komme. Am Anfang, als es gefühlt stressiger war als jetzt, bin ich zu mehr gekommen. Na, das liegt wohl an der Vorweihnachtszeit und daran, dass ich bald nach Hause fliege. Und mein Zimmer sieht aus wie Sau, weil ich nicht mehr zum Putzen komme. Der Reihe nach:
Montag und Mittwoch waren erstmal mit Sport verplant, wobei der Mittwochtermin wegen Hallenrenovierung ausgefallen ist. Nächsten Montag werde ich schließlich die Prüfung haben, sofern sie mich zulassen. Ich bin ja mittendrin eingestiegen und hab auch ein paar Mal gefehlt. Die Rangfolge im Kali ist zum Glück nicht so wichtig und da ich eh weitermache, werde ich eben die Prüfung nächste Woche oder irgendwann machen.
Montag war auch noch die Verleihung des Friedensnobelpreises. Die Verleihung war leider mitten am Tag und ich konnte nicht hingehen. Man hat zwar noch die Spuren gesehen, aber weder Al Gore noch den UN-Abgesandten konnte ich zu Gesicht bekommen. Übers Internet konnte ich die Pressekonferenz verfolgen, aber mehr war leider nicht drin.

Bus vor dem Grand Hotel:
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... es standen noch 10 andere Fahrzeuge rum... so viel zu Umweltschutz :oP

Dienstag war dann der große norwegisch-kulturelle Tag. Die Neu-Norweger in der Firma waren von meinem Abteilungsleiter zum Lutefisk-Dinner eingeladen. Das ist eingelegter Fisch, der am Ende eine geleeartige bzw. gummiartige Konsistenz hat. Der Geschmack ist aber weit weg vom Autoreifen, hehe. Wir waren acht Leute aus der ganzen Welt und allen hat es geschmeckt. Zum Fisch werden Kartoffelfladen und Erbsenpüree gegessen oder Kartoffeln, Speck und Senf. Ich weiß nicht wie viel wir gegessen haben, aber der Chef hat sechs Kilo eingekauft. Als Nachtisch gab’s Crème Brulée, die er auch selbst gemacht hat. Grandios! Über Lutefisk findet ihr mehr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Lutefisk.
Gestern hatten wir Spätzleabend. Jawohl, wir haben Spätzle gemacht. Gute alte kanadische Traditionen werden auch in Norwegen weitergeführt. Und wer waren wir? Die deutschen Mädels und ich, weil die anderen Jungs irgendwie keine Lust oder keinen Hunger hatten. Pech gehabt, denn es war richtig gut. Und die Küche sah nicht aus wie nach einer Schlacht. Den Mädels hat’s gefallen, mir hat’s geschmeckt und wir werden es auf jeden Fall wiederholen. Gestern war auch Santa-Lucia-Tag in Norwegen. Das ist eines der großen Events für Kinder. Sie ziehen sich weiß an, tragen Kerzen in Prozessionen durch die Stadt und singen das Santa-Lucia-Lied. Ich hab es leider nicht gehört, weil alles wieder vorbei war, bis ich aus dem Geschäft kam. Nächstes Jahr muss ich mir das unbedingt vormerken!
Was steht denn noch auf dem Programm? Die Weihnachtsfeier (julebord) von Rotaract hab ich sausen lassen, weil ich einfach mal nen Abend Ruhe brauchte. Viel geholfen hat es nicht, weil ich bis 19 Uhr im Geschäft war. Dann noch Einkaufen und schlussendlich war ich um 21 Uhr zuhause. So viel zu Ruhe. Auf jeden Fall kein „socializing“. Das ist auf Dauer anstrengend. Morgen geht’s aber zum Julebord von TI. Dafür muss ich mich richtig rausputzen, was an Norwegen und nicht an TI liegt. Ja, Weihnachtsfeier im Anzug und die Mädels wie auf nem Ballabend. Oslo ist in diesen Tag überdurchschnittlich schick angezogen, wenn man sich auf den Straßen umschaut. Wenn es doch nur nicht so kalt wäre!
Jetzt seh ich gerade, dass ich euch vom Weihnachtsmarkt (Julemarked) im norwegischen Volksmuseum noch gar nicht erzählt hatte. Letzten Samstag war ich dort und wir (ja, wieder ‚wir’) hatten sogar richtig Glück mit dem Wetter. Das Wetter ist seit Dienstag richtig eisig kalt geworden: um die -10 °C und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Letzten Samstag war die Welt noch matschig, heute ist sie gefroren. Auf dem Weihnachtsmarkt hatten sie einen großen Weihnachtsbaum (juletre) und es wurde Kunsthandwerk, Mützen, Pullis, Schals, Kerzen (natürlich!) und ‚öbbis zum schnaike’ verkauft. Die Bilder sind hier unten.

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Und das Kränzeln müssen die Norweger noch lernen. Das geht auf jeden Fall besser:
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Hier sieht's auch nicht viel besser aus:
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Wenn man auch die Lichterkette nimmt und die Zweige daran festbindet, kann es nix werden! ;o)

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Posted by stef_d 14:01 Archived in Norway Comments (0)

Freitag, 7. Dezember 2007

’s goht dägägä

overcast 4 °C

Damit mein ich nicht nur Weihnachten. Ja, in zwei Wochen werde ich bestimm am Packen für meinen Heimurlaub sein. Ein komisches Gefühl. Ich freue mich richtig aufs Heimkommen, aber dadurch hat das „du gehst für immer nach Norwegen“ an Endgültigkeit verloren. Bis jetzt fühle ich mich immer noch als Reisender. Vom Hotzenwald nach Kanada, dann nach Furtwangen, nach Schwenningen, kurz zurück auf den Hotzenwald, dann nach Norwegen, über Weihnachten zurück auf den Hotzenwald, dann wieder nach Norwegen. Trotzdem fühle ich mich hier von Tag zu Tag wohler. Es setzt sich alles Stück für Stück. Zwar bin ich noch weit von Alltag entfernt, aber ich habe schon eine erste Routine durch die Arbeit, Sport, Rotaract und Rollenspiel. Ab nächster Woche kommt noch ein Sprachkurs hinzu und dann quetsche ich meine Deutschen hier noch irgendwie rein. Es ist jetzt auch schon so weit, dass ich auf Englisch denke, auf Englisch träume und mir manchmal die deutschen Wörter nicht mehr einfallen. Das hatte ich in Kanada nie! Vielleicht war ich dort einfach zu oft gezwungen zwischen Englisch und Französisch zu wechseln. Das wird hier hoffentlich auch bald mit Norwegisch passieren! Schlimm ist auch noch, dass ich mit der deutschen Tastatur abends bald ne Stunde brauche, um die Tasten wieder zu finden. Kann also sehr gut sein, dass ihr beim Chatten Buchstabensuppe bekommt, weil ich mich schon zu sehr an die norwegische gewöhnt habe. Ich höre auch norwegisches Radio (www.radio1.no), höre ganz frech alle Unterhaltungen im Geschäft mit und versuche schon kleine Dinge auf Norwegisch zu schreiben. Es wird somit immer norwegischer bei mir. Falls ihr demnächste Emails von mir erhaltet, guckt mal auf die Endung. Ich habe sie diese Woche gewechselt, aber die alte kommt auch noch bei mir an.
Gestern hatte ich einen Tag Schulung über Kommunikation zwischen Kulturen, wie man Unterschiede festlegt und wie man mit ihnen umgeht. Es war wirklich ein sehr interessantes Training und ich habe noch viel Neues gelernt. Viel kannte ich schon aus Kanada, weil das Auslandsamt uns internationalen Studenten das meiste schon erklärt hatte. Da ich die ganzen Verwaltungsangelegenheiten wie Arbeitserlaubnis schon hatte, konnten wir gleich zu den wirklich interessanten Themen wechseln. Gestern war ein harter Tag, weil ich auch noch mit zwei Deutschen beim Hockey war. Hach, ich hab mich ein bisschen wie in Kanada gefühlt! Doch leider nur ein bisschen. Die norwegische Eishockeyliga ist lange nicht so gut wie die DEL oder gar die NHL (ou la LNH pour les Québecois *g*). Da tut es auf jeden Fall gut, dass ich wenigstens die Highlights der NHL übers Internet anschauen kann. Noch schöner natürlich, wenn die Canadiens gewinnen ;o) Das Stadion des Vålerenga-Clubs war gefüllt – gefüllt mit Luft. Ich glaube, der EHC hat mehr Zuschauer wie die Hauptstadtmannschaft der obersten norwegischen Hockeyliga, die auch noch die Liga anführt! Gut, man darf nicht vergessen: Die norwegischen Ligaprofis arbeiten wohl noch ihre 8 Stunden am Tag und sind somit vom Niveau gar nicht mit der NHL zu vergleichen. Und bei Spielen sieht es wohl so aus, dass man tagsüber im Büro die Akten über den Schreibtisch schiebt und abends dann den Puck übers Eis. Für mich ist ja schon ne kleine Welt zusammengebrochen. Witzig war es auf jeden Fall. Aber es ist irgendwo wie bei der Weihnachtsbaumgeschichte: „Scale down your expectations“ wie mir meine liebe Neuseeländerin gesagt hatte. Es ist hier alles kleiner. Ist halt doch nur ein „das größte Dorf in Norwegen“, hehe.

Posted by stef_d 13:52 Archived in Norway Comments (0)

Julemarked på Rådhusplassen

Kein Schnee, dafür sehr viel Regen

rain 2 °C

Hier ein paar Eindrücke vom fast menschenleeren, eingezäunten Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz:

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Posted by stef_d 12:40 Archived in Norway Comments (0)

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